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Patanjali - der Weg des Yoga nach innen

vor 6 Tagen
2 Min. Lesezeit

Was bedeutet Yoga eigentlich – jenseits von Asanas, Beweglichkeit und einer schönen Yogapraxis auf der Matte?

Eine der ältesten und wichtigsten Antworten darauf finden wir bei Patanjali und seinen Yoga Sutras. Patanjali gilt traditionell als Verfasser dieses zentralen Textes der Yoga-Philosophie. Wann genau er lebte, ist historisch nicht eindeutig geklärt. Die Yoga Sutras entstanden vermutlich vor rund 1.500 bis 2.000 Jahren. Für Patanjali war Yoga weit mehr als körperliche Bewegung. Yoga beschreibt einen Weg zu mehr Klarheit, innerer Ruhe und Bewusstheit. Und er versuchte einen Weg aus dem eigenen Leiden herauszufinden. Daher sind seine 196 Sutren immer noch brandaktuell und möglicherweise eine Anleitung fürs Leben.


Die 8 Glieder des Yoga

Besonders bekannt ist Patanjalis Beschreibung des achtgliedrigen Yogaweges:

Yama – unser Umgang mit anderen, Niyama – unser Umgang mit uns selbst, Asana – die Körperhaltung, Pranayama – die bewusste Arbeit mit dem Atem🌿, Pratyahara – das Zurückziehen der Sinne, Dharana – Konzentration, Dhyana – Meditation und Samadhi – tiefe Versenkung und Verbundenheit


Interessant ist: Asana ist dabei nur ein Teil des gesamten Weges. Die Körperpraxis ist also nicht das Ziel, sondern kann uns dabei unterstützen, Körper und Geist bewusster wahrzunehmen.

Vielleicht liegt genau darin die zeitlose Bedeutung von Yoga.


Wir üben nicht nur, um beweglicher zu werden.Wir atmen, um bewusster zu werden.Wir halten inne, um uns selbst wieder zu begegnen.Wir praktizieren, um auch außerhalb der Matte mehr Ruhe, Klarheit und Achtsamkeit in unser Leben mitzunehmen.

Yoga beginnt auf der Matte – und wirkt weiter, wenn wir sie verlassen.


„Yoga ist das Zur-Ruhe-Bringen der Bewegungen des Geistes.“— Patanjali, Yoga Sutra 1.2


Patanjali -gemalt von Olga Borek

Unser Patanjali Bild, welches von unserer Schülerin Olga Borek, zur Einweihung des Yogawerks geschenkt worden ist, stellt Patanjali als Mischwesen dar. Die 7 Schlangenköpfe stehen für die 1000 strahlenden Häupter. Der Schlangen Unterkörper symbolisiert den Tiefgang in unser Unterbewusstsein. Der Zugang zu der großen Kundalini Energie. Oftmals wird Patanjali noch mit einem Muschelhorn und einem Diskus dargestellt. Es sind die Bereitschaft böse Geister zu vertreiben, so dass Neues entstehen kann sowie die Symbolik für den Zyklus des Lebens.


Im Ashtanga Yoga Eingangsmantra heisst es übersetzt:


Vor dir, der einen Oberkörper von menschlicher Gestalt hat,

Muschelhorn und Diskus hält, und tauschend weiße Häupter hat,

Patanjali, verneige ich mich.



Wenn ihr mehr erfahren wollt, kommt gerne zu einem unserer Workshops oder praktiziert mit uns auf der Matte die Asanas. Stets und ständig wiederholen wir und finden den eigenen Zugang zu unserem Selbst.

 
 
 

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