Breath: The New Science of a Lost Art von James Nestor – Warum richtiges Atmen unser Leben verändern kann
- Sarah-Elin Quint
- 4. März
- 2 Min. Lesezeit

Atmen – das klingt banal. Es passiert automatisch, rund 25.000 Mal am Tag. Doch was, wenn genau das, was wir für selbstverständlich halten, der Schlüssel zu besserer Gesundheit, mehr Energie und innerer Ruhe ist? Genau dieser Frage geht James Nestor in seinem Bestseller Breath: The New Science of a Lost Art nach (deutscher Titel: Der Atem – Neues Wissen über die vergessene Kunst des Atmens).
Dieser Blogbeitrag nimmt dich mit in die faszinierende Welt unseres Atems – und zeigt, warum wir alle neu lernen sollten zu atmen. Oder überhaupt anfangen sollten, uns mit unserer eigenen Atmung auseinander zu setzen. Diese Buch ist nicht nur für unsere Yoga-interessierten Sportler geeignet, es ist für alle von Vorteil, die unter Stress- und Schlafproblemen leiden und insgesamt ihren Körper besser verstehen wollen. Am Ende des Buches werden noch einmal alle Atemtechniken zusammengefasst, so dass man die ein oder andere Technik ausprobieren kann. Oder ihr kommt ins Yogawerk und erlernt das yogische Pranayama hier.
Worum geht es in „Breath“?
James Nestor ist Wissenschaftsjournalist – und begibt sich für dieses Buch auf eine jahrelange Recherche-Reise. Er spricht mit Lungenforschern, Neurowissenschaftlern, Ärzten, Sportwissenschaftlern und sogar mit Tauchern
und Musikern.
Ein zentrales Element des Buches ist ein Selbstexperiment:
Nestor und eine Kollege von ihm lassen sich zehn Tage lang die Nase verschließen und atmet ausschließlich durch den Mund – unter ärztlicher Beobachtung.
Das Ergebnis?
Schnarchen
steigender Blutdruck
schlechterer Schlaf
reduzierte kognitive Leistungsfähigkeit
erhöhte Stresswerte
Nach nur wenigen Tagen. Die Botschaft ist klar: Wie wir atmen, beeinflusst nahezu jeden Bereich unserer Gesundheit.
Die Kernaussagen des Buches
1. Die Nase ist zum Atmen da
Nestor argumentiert überzeugend: Mundatmung ist ein modernes Problem – verursacht durch Stress, schlechte Gewohnheiten und sogar durch Veränderungen unserer Gesichtsanatomie.
Die Nase hingegen:
filtert Schadstoffe
befeuchtet die Luft
produziert Stickstoffmonoxid (wichtig für Gefäßerweiterung und Sauerstoffaufnahme)
verbessert die Sauerstoffverwertung
Kurz gesagt: Nasenatmung ist effizienter, gesünder und natürlicher. Dies deckt sich mit dem Wissen um die Ashtanga Yoga Atmung, dem sogenannten Ujjayi-Atem.
2. Weniger atmen ist oft besser
Einer der überraschendsten Punkte des Buches: Viele Menschen atmen zu viel, zu schnell und zu flach.
Chronische Überatmung (oft unbewusst) kann zu:
Angstzuständen
Schlafproblemen
Bluthochdruck
verminderter Ausdauer führen.
3. Atemtechniken sind uraltes Wissen
Nestor verbindet moderne Wissenschaft mit jahrtausendealten Praktiken:
yogische Atemübungen wie solche, die wir in unseren Kursen praktizieren
tibetische Praktiken
Atemtechniken von Tauchern
traditionelle Heilmethoden
Was früher spirituell klang, wird heute wissenschaftlich untersucht – mit erstaunlichen Ergebnissen.
Warum das Buch so fesselt und ich es jedem weiterempfehlen würde.
Nestor schreibt sehr lebendig und zugänglich. Komplexe Studien werden verständlich erklärt, ohne oberflächlich zu wirken. Sein Selbstexperiment ist sehr spannend und auch die Informationen über die außergewöhnlichen Menschen sind sehr spannend. Insgeamt eine tolle Mischung.
Die Atmung hat einen enormen Einfluss auf unsere Gesundheit und meistens schenken wir ihr viel zu wenig Aufmerksamkeit. Also kommt vorbei und atmet mit uns ein paar eurer 670 Millionen Atemzüge (von einem Durchschnittsmenschen).



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